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André Helms
- Heilpraktiker -
Von-Axen-Str.2 - 22083 Hamburg - Tel.: 040 763 24 43
Schlangengift in der Naturheilkunde
Original
Horvi-Enzym-Therapie
(Reintoxintherapie)
nach Dr. Waldemar Diesing
Schlangengifttherapie
Die
Verwendung von Substanzen und
Giften aus dem Tierreich für Heilzwecke ist Jahrtausende
alt. Vom Gift zum Heilmittel war es noch ein langer Weg.
Erst die Entdeckung
der komlpexen Vielzahl von Enzymen in den Tierstoffen lassen heute die
alte Medizin in einem anderen Licht erscheinen. Bei
den Schlangen-Reintoxinen, die heute verwendet werden, handelt es sich
um Enzymkomplexe, die mit einem speziellen fermentativen
Verfahren
vornehmlich aus Schlangen-, aber
auch aus anderen
Tiergiften
gewonnen werden.
Die Gifte der Schlangen und anderer
Tiere unterscheiden sich vor allem in den verschiedenen Komplexen von
Enzymen.. Es handelt sich um
Wirkstoffe, die in den Stoffwechselprozeß und die
Funktionen von Zellen eingreifen.
Das typische Charakteristikum von
allen Enzymen
ist jedoch, daß sie nicht direkt Zellprozesse verändern und
angreifen, sondern als Gruppe der Katalysatoren
Stoffwechselvorgänge beeinflußen und steuern. Sie selbst bleiben
unverändert und bilden keine weiteren Spaltprodukte wie
herkömmliche Arzneitmittel. Biochemische
Reaktionen werden durch Enzyme verändert, wobei kleine
Mengen ausreichend sind. Die Enzymkomplexe aus Tiergiften haben sich
als ein Therapeutikum mit sehr spezifischer Wirkungsrichtung
bewährt. Das Leben ist ohne Enzyme nicht denkbar. Im menschichen
Köprer lassen sich mehrere tausend Enzyme identifizieren.Die
Funktion der meisten von ihnen ist bis heute noch nicht ausreichend
geklärt worden, aber wir wissen, daß sie essentiell an
Lebensprozessen beteiligt sind. Ohne eine ausreichende Anzahl und
funktionsfähiger Enzyme kommen Stoffwechselvorgänge zum
erliegen mit schweren Folgen.
Historisches
Frühe Untersuchungen wurden 1781 von Dr. Fontana
veröffentlicht, in denen die Wirkung von Schlangengift auf die
Blutgerinnung beschrieben wurde. 1827 wurde die Arzneimittelwirkung
erstmalig von Dr. Constantin Hering
untersucht. Nach Veröffentlichung seiner
Forschungsarbeit Wirkung des Schlangengiftes, zum
ärztlichen Gebrauche vergleichend zusammengestellt (1837)
hatte
sich die Anwendung von Schlangengiften in der Homöopathie rasch
etabliert.
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Constantin Hering,1.1.1800-1880,
studierte in Dresden Medizin. Während seines Aufenthaltes in
Surinam (1827-1833) untersuchte er die Gifte von Lachesis, Crotalus,
Vipera berus, Vipera Redii und Naja tripudians.
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Erst
ein Jahrhundert nach Herings Einführung von Schlangengiften in die
Homöopathie gelang es (1937) Dr. Waldemar Diesing nach
umfangreicher
Forschung die Schlangengifte von ihren Eiweißbrücken zu
befreien
(dem Lösungsfluidum der Giftdrüse), womit der Gesamtkomplex
der
Schlangengiftenzyme der Heilkunde zur Verfügung stand;
denn
vordem enthielt das Rohgift 85 % Eiweiß, was einen
therapeutischen
Einsatz unmöglich machte (nur in homöopathisch stark
verdünnter
Form). Dr. Waldemar Diesing
ist als Pionier der Schlangengifthterapie zu bezeichnen.
Bei
den
Reintoxinen, die als Arzneimittel eingesetzt werden, handelt es
sich
um reine Enzymkomplexe (vom stark eiweißhaltigen Gift
befreit),die
mit einem speziellen fermentativen Verfahren vornehmlich aus
Schlangen-,
aber auch aus anderen Tiergiften, gewonnen werden.
Alle
Schlangengifte enthalten etwa 35-50 verschiedene Enzymarten,
wobei
die Zusammensetzung der Enzyme sehr unterschiedlich ist, damit
natürlich
auch die jeweilige therapeutische Einsatzmöglichkeit.
Giftnattern
(Colubriden)
enthalten
einen hohen Anteil an Neurotoxinen.
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Kobra
oder auch Brillenschlange genannt (Naja tripudians)
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Bungarus
fasciatus
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Schwarzotter
(Pseudechis porphyriacus)
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Korallenotter
(Elaps corallinus)
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Grüne
Mamba (Dendraspis jamesoni)
Vipern
haben
einen
höheren Anteil an gerinnungsfördernen und
hämolytischen
Substanzen.
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Buschmeister
(Lachesis)
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Klapperschlange
(Crotalus terrificus)
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Puffotter
(Bitis arietans)
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Hornviper
(Cerastis cornutus)
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Krötenotter
(Causus rhombeatus)
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Mokassinschlange
( Agkistrodon piscivorus)
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Sandviper
(Vipera ammodytes)
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Kettenviper
(Vipera Russelli)
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Kreuzotter
(Vipera berus)
In
allen Nattern und Viperngiften sind Toxine (Neurotoxine,
Hämolysine,
Hämorrhagine, Koaguline, Kardiotoxine) und Enzyme in verschiedenen
Anteilen enthalten.
Therapeutisch
kommen
diese Substanzen nicht getrennt zum Einsatz, sondern nur im
Gesamtkomplex
eines oder mehrerer gereinigter Schlangengifte, die sich jeweils in
ihrer
Wirkung unterstützen.
Gift
als Heilmittel?
Ob
ein Gift giftig oder ein Heilmittel ist, hängt nicht nur
vom
Wirkstoff allein ab, sondern von dessen Menge und Aufbereitung. Deshalb
soll nicht unerwähnt bleiben, daß die Reintoxin-
Enzymkomplexe
im Mengenverhältnis homöopathischen Dosierungen (etwa
D6,
in der forte Form D4) entsprechen, weshalb eine Überdosierung,
geschweige
denn eine Vergiftung, unmöglich ist.

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